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homo ludens

Gemini mal wieder mit einer präzisen Antwort, um in die Welt der Homo-Epitheta abzutauchen…

Und noch zu recherchieren…

###Gemini###

Welche Personen haben sich mit dem homo ludens philosophisch beschäftigt

Die philosophische und kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Homo ludens – dem Menschen, der seine Kultur primär durch das Spiel entwickelt – ist ein faszinierendes Feld. Während das Spiel oft als bloßer Zeitvertreib missverstanden wird, haben bedeutende Denkerinnen und Denker darin den Kern menschlicher Freiheit und Kreativität gesehen.

Hier sind die wichtigsten Persönlichkeiten, die dieses Konzept geprägt haben:


1. Johan Huizinga (Der Namensgeber)

Der niederländische Kulturhistoriker ist die zentrale Figur. Mit seinem 1938 erschienenen Werk „Homo Ludens“ begründete er die moderne Spieltheorie.

  • Seine These: Das Spiel ist älter als die Kultur; Kultur entsteht im und als Spiel.
  • Kernmerkmale: Für Huizinga ist das Spiel eine freie Handlung, die außerhalb des „gewöhnlichen Lebens“ steht, aber den Spielenden völlig in Beschlag nimmt. Es findet in einem abgesteckten Raum (dem „Zauberkreis“) und nach festen Regeln statt.

2. Friedrich Schiller (Der Vorreiter)

Lange vor Huizinga legte Schiller den philosophischen Grundstein in seinen Briefen „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ (1795).

  • Berühmtestes Zitat: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
  • Seine These: Der Mensch ist gefangen zwischen dem Stofftrieb (Sinnlichkeit/Notwendigkeit) und dem Formtrieb (Vernunft/Gesetz). Erst im Spieltrieb werden diese Gegensätze versöhnt, was den Menschen wahrhaft frei macht.

3. Roger Caillois (Der Systematiker)

Der französische Soziologe erweiterte Huizingas Ansätze in seinem Buch „Die Spiele und die Menschen“ (1958). Er kritisierte, dass Huizinga den Wettbewerb zu sehr betonte, und entwickelte eine Systematik des Spiels:

  • Agon: Wettkampf (z. B. Schach, Sport).
  • Alea: Zufall/Glück (z. B. Würfelspiel).
  • Mimicry: Maskierung/Rollenspiel (z. B. Theater).
  • Ilinx: Rausch/Schwindel (z. B. Achterbahn, Tanzen).

4. Eugen Fink (Spiel als Existenzial)

Der deutsche Philosoph und Assistent von Edmund Husserl betrachtete das Spiel in „Oase des Glücks“ (1957) als ein „Grundphänomen des Daseins“.

  • Seine These: Das Spiel ist neben Arbeit, Herrschaft, Liebe und Tod eines der fünf Wesenselemente des Menschen. Es ist für ihn eine „Oase“, die zeitweise aus dem zweckgebundenen Ernst des Alltags herausführt.

5. Hans-Georg Gadamer (Spiel als Seinsweise)

In seinem Hauptwerk „Wahrheit und Methode“ (1960) nutzt Gadamer das Spiel als Modell für das Verstehen und die Kunst.

  • Seine These: Nicht der Mensch spielt mit dem Spiel, sondern das Spiel spielt mit dem Menschen. Wer sich auf ein Spiel (oder ein Kunstwerk) einlässt, tritt in eine Struktur ein, die ihn leitet. Das Subjekt des Spiels ist nicht der Spielende, sondern das Spiel selbst.

Weitere nennenswerte Einflüsse:

  • Jean Piaget: Untersuchte das Spiel aus entwicklungspsychologischer Sicht als notwendiges Werkzeug für das Lernen von Kindern.
  • Ludwig Wittgenstein: Prägte den Begriff der Sprachspiele. Er argumentierte, dass Sprache wie ein Spiel nach Regeln funktioniert, deren Bedeutung sich erst aus dem Gebrauch ergibt.
  • Brian Sutton-Smith: Ein moderner Spieltheoretiker, der die evolutionäre Bedeutung des Spiels als Training für die Variabilität und Anpassungsfähigkeit betonte.

Welcher dieser Ansätze spricht dich am meisten an – eher die historische Sicht von Huizinga oder der psychologisch-pädagogische Aspekt?

###Ende###

Wobei meine Frage an Gemini leider die dominante Wissensorganisation nach Personen widerspiegelt…. 🤔

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Die Gentrifizierung und Enshittification des Internets

Interessant, der NPR-Code-Switch-Podcast und die Idee, die Gentrifizierungs-Theorie auf das Internet anzuwenden… jedenfalls auf einige Bereiche (Stadteile 😉)…

[Die Autorin spricht dabei auch über ihr Buch (2021): The Gentrification of the Internet How to Reclaim Our Digital Freedom (ucpress.edu).]

Und zur Gentrifikation passt dann auch sehr gut Cory Doctorows Fekalisierung von weiten Teilen des Internets (2022): Enshittification…

[Sein Buch: Enshittification Why Everything Suddenly Got Worse and What to Do About It (us.macmillan.com)]

Und wenn dann da nicht noch der „Vater“ der Rot-Economy-cum-Enshittification aka Ed Zitron wäre, hatte ich fast schon vergessen, dass es ihn auch noch gibt….

Für ein positives Ende sorgen zurzeit immer noch (zumindest für mich) meine zwei Lieblins-Nichen(?🤓)-Seiten:

Wikipedia und OpenStreetMap.

[Bin mal gespannt, wie sich das Zero-Click-AI-Internet auf Wikipedia und OSM auswirkt.. 🤔 The Interview – Jimmy Wales, Wikipedia co-founder: We’re living in an era of a massive lowering of trust (bbc.com)]

Screenshot vom Gemini-Prompt "create an image with an unhappy human being in the age of enshittification of the internet animated" mit Aufforderung ein Abo abzuschließen.
Screenshot 2026-03-06
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Content Ideen Tech&Gadgets

Der Mensch in Zeiten seiner KI-fizierten Reproduzierbarkeit

Auf einigen Internetseite habe ich jetzt öfters Badges (Abzeichen, Schilder) gesehen mit Texten wie: „Not By AI“, „Human Made Content“, „100% human made – NO AI USED“ und musste sofort an Walter Benjamins Text ‚Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit‘ denken 🤩🤗:

Einige Ideen:

  • Der Tod des Autors (Roland Barthes) (de.wikipedia.org)
  • Der Mensch ist nicht so „wichtig“, wie er denkt (Anthropozentrismus, Religion, Bescheidenheit)
  • Werteverlust und Sinnkrise

Abseits von Sinnkrisen auf menschlicher Seite gibt es noch die real-existierende Krise der Daten-Trockenheit an von Menschen produziertem Content im Internet (human data drought) für KIs 😱😉… wie hier (einem von Synesis One (Scammy Micro-Task-Platform!) generierten/geschriebenen Text? ):

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Mindset & Mentality

Hmmm, positiv vs. negativ? 🤔

Die Textualisierung zur Visualisierung…

Gemini 2.5 Flash sagt auf die Frage: what is the difference between mindset and mentality in cultural studies?

In cultural studies, while often used interchangeably in everyday language, mindset and mentality have distinct meanings. Mentality is a broader, more encompassing term that refers to the established, enduring psychological makeup and way of thinking of a group or a nation. It’s often seen as a reflection of a society’s history, values, and traditions. This image evokes the enduring „Cold War mentality“ that once defined global politics, a mindset of mistrust and division. In contrast, a mindset is a more specific and often temporary set of beliefs, attitudes, and cognitive frameworks an individual or group adopts in response to a particular situation or domain. It’s often related to a person’s beliefs about a specific topic, such as „growth mindset“ (the belief that abilities can be developed) versus „fixed mindset“ (the belief that abilities are innate and unchangeable).


Mentality: A Collective, Enduring Framework

Mentality refers to a deep-seated, collective way of thinking that is characteristic of a society or group. It’s the integrated worldview of a culture, shaped by historical, social, and philosophical factors. Mentality is often studied in relation to national or ethnic identity, highlighting the unique attitudes, norms, and values that distinguish one group from another. It’s a fundamental part of the cultural fabric and is resistant to rapid change. For example, the mentality of a collectivist society is one that prioritizes the group’s needs over individual desires, while an individualistic society’s mentality is the opposite.


Mindset: An Individual or Situational Attitude

Mindset is a more dynamic and specific concept. It’s a cognitive framework that an individual or group uses to interpret information and guide behavior within a certain context. A mindset can be consciously developed or changed, and a person can hold different mindsets for different areas of life (e.g., an „entrepreneurial mindset“ for work and a „relaxed mindset“ on vacation). In cultural studies, the term „cultural mindset“ is often used to describe the set of beliefs and procedures activated by cultural cues in a specific situation. For instance, being in an individualistic cultural mindset might lead someone to focus on personal achievement, even if their broader cultural mentality is collectivistic.

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3x Mindset by Gemini

Gemini (2.5 Flash): happy person with a relationship-based mindset, animated
Gemini (2.5 Flash): happy person with a task-based mindset, animated
Gemini (2.5 Flash): happy person with a transactional mindset, animated
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Huey, Dewey, and Louie, what about the forrests, und Petromaskulinität

Disneys Huey, Dewey, and Louie sind nicht nur die englischsprachige Version von Tick, Trick und Track, sondern auch die Service-Roboter in dem Film Silent Running von 1972.

Darauf komme ich und Reddit beim Hören von Photosynthesis von Carbon Based Lifeforms und dem darin enthaltenen Sample („What about the forrests?“).

PazuzusPetals
10y ago
The sample „What about the forests?“ „Nope“ is actually dialogue from a 1972 dystopian sci-fi movie called Silent Running, starring Bruce Dern.

Bei dem Film Silent Running musste ich an ein – für mich – neues Schlagwort denken: Petromaskulinität (wikipedia.org)

@gemini petro-masculinity (Created with 2.0 Flash May 10, 2025 at 02:20 PM)(6 Monate gültig🤓):

Für ein positives Ende hörte ich dann:

Joan Baez ‚Rejoice in the Sun‘ – Silent Running


Epilog by ImageFX:

Weltraumschiffe mit Wäldern unter Glaskuppeln (animated)

ImageFX: silent running movie abstract

Weltraumschiff, im Inneren, drei Männer schauen in ein Gewächshaus.

ImageFX: silent running movie petro-masculinity animated

ImageFX: silent running movie animated

ImageFX: silent running movie petro-masculinity dystopian animated


Featured Image: ImageFX: silent running movie abstract

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Degrowth, Nowtopia & Planetary Boundaries

Via dem Podcast:

„Eine gesunde Wirtschaft muss wachsen – diesen Grundsatz stellt die Degrowth-Bewegung infrage. Sie fordert, dass wir uns selbst Grenzen setzen. Ein Vortrag des Sozialwissenschaftlers Dennis Eversberg.“

deutschlandfunknova.de

Weiterer Food for Thought:

ImageFX: nowtopia planetary boundaries animated
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Ideen Tech&Gadgets

Schöne neue algorithmische Welt

„…about how the culture of big social media platforms bleeds into real life, first affecting how things look, and now shaping how and what culture is created and the mechanisms by which that culture spreads all around the world.“

theverge.com
ImageFX: algorithm human life animated
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Mimetisches Verlangen/Verhalten

Im Podcast BBC Radio 4 – The Gatekeepers hörte ich das Schlagwort/Keyword ‚mimetic behaviour‘. Sehr interessant:

„Man is the creature who does not know what to desire, and he turns to others in order to make up his mind. We desire what others desire because we imitate their desires.“ (René Girard)

wikipedia.org

Zum Nachdenken: die Wiederholung in Kulturtheorien und mimetisches Verhalten

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Ideen Misc

Follow-Up: Meritokratie

Noch nicht gehört aber schon gequeued. Zwei Podcasts zum Thema Meritokratie warten auf mein Anhören: