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Alternsdifferenz

„Welchen für die Diskussion wichtigen Informationsgehalt vermittelt Dir die Kommunikation des numerischen Alters? Keinen. Denn Menschen altern zu unterschiedlich (Alternsdifferenz) und Lebensbiografien sind ebenfalls zu unterschiedlich.“ (inklusiv korrekt positiv: bewusst kommunizieren, Kapitel: Inklusive Sprache & personenbezogene Merkmale: Alter und Nummern) Alternsdifferenz!? Was ist Alternsdifferenz? Alternsdifferenz bedeutet: Menschen altern unterschiedlich. Wir können mithilfe von Alters-Kategorien (z.B.: alt, jung) oder Nummern (z.B.: 36-jährig, geboren 1983) keine Information über einen individuellen Menschen kommunizieren. Die Erkenntnis, dass Menschen auf verschiedene Art älter werden, ist die Basis für ein… „…Recht gegen jede Orientierung am biochronologischen Alter, damit also für alle, die gern nach genaueren Kriterien als dem Geburtsjahrgang beurteilt werden…“ (Susanne Baer …
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Formulae for gender neutral word embedding

Sprache & künstliche Intelligenz = Stereotype

„PS: In jetziger Zeit kommt hinzu, dass wir unsere sprachliche Unkorrektheit an künstliche Intelligenzen weitergeben! Siehe z.B. auf Englisch, sciencemag.org: Even artificial intelligence can acquire biases against race and gender“ (inklusiv korrekt positiv: bewusst kommunizieren, Kapitel Signalwörter: das generische Maskulinum) Im eBook hat es nur für eine Fußnote gereicht. Jetzt hatte ich Zeit, mich mit diesem spannenden Thema zu beschäftigen. Natural Language Processing (NLP) Wie macht eine KI Sinn aus unserer Sprache? Indem sie durch Machine Learning große Datensätze an Text (corpus) menschlicher Sprache (natural language) verarbeitet und in mathematische Modelle (vector spaces) umwandelt. Wiederholung (co-occurence) und Kontext (word embedding) sind dabei entscheidende Kriterien, um …
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Das generische Maskulinum auf Code-Ebene

In einem vorherigen Post hatte ich folgenden Beispielsatz: „Den Gedanken, dass Programmierer sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst werden müssen, finde ich extrem bedeutsam.“ Als HTML-Code könnte das generische Maskulinum so aussehen: <p>„Den Gedanken, dass <weiblich-mitgemeint>Programmierer</weiblich-mitgemeint> sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst werden müssen, finde ich extrem bedeutsam.“</p> Oder lieber direkt als CSS-Klasse auslagern? <p class=“mitgemeint“>„Den Gedanken, dass Programmierer sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst werden müssen, finde ich extrem bedeutsam.“</p> p.mitgemeint { text-intention: bei generischem Maskulinum sind weibliche Menschen mitgemeint}
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Von Zufussgehenden und Flâneuxen

Die Zufussgehenden gehen auch in meinem eBook .-) Jedoch habe ich sie  umbenannt: in Gehende. Die Gehenden sind genauso entspannt unterwegs wie die Radfahrenden. Nur die Autofahrenden sind mal wieder… Gibt es eine andere Möglichkeit zu gehen, als mit den Füßen? Laut wikipedia: „Ungewohnte und wenig verbreitete Bildungen aus Partizipien I wie „Zufussgehende“ sind laut dem Leitfaden der Schweizerischen Bundeskanzlei zu vermeiden.“ (wikipedia.org: Geschlechtergerechte Sprache, Fußnote entfernt) Für die zu Vermeidenden gibt es in der Schweiz eine Auszeichnung, den: Der Flâneur d’Or – Fussverkehrspreis Infrastruktur ist ein schweizerischer Wettbewerb für fussgängerfreundliche Infrastrukturen. (wikipedia.org: Flâneur d’Or) uiuiui, das geht so nicht! Flâneur und Flâneuse oder direkt Flâneux! Fußverkehrspreis, negativer Deutungsrahmen ‚Verkehr‘, besser: Preis für …
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Apropos framing: grammatical framing

Nachdem ich den Post über meine Lieblings-Zitate aus dem Buch Political Framing  gemacht hatte, guckte ich beim Twitter von Elisabeth Wehling vorbei. Dort habe ich das #GrammaticalFraming zusammen mit dem #GenerischesMaskulinum gefunden. Eine sehr gute Vernetzung! Das generische Maskulinum ist eine Form des Framings. Durch die permante Wiederholung von Wörtern im grammatikalischen generischen Maskulinum brennen sich die Wörter neuronal in die Gedanken von Menschen ein. Und dort sind die Wörter Wissen, das auch Handeln prägt… …auch die Szene der Gründenden? „Nach wie vor sind Frauen als Gründer deutlich in der Unterzahl. 85 Prozent der Gründer sind Männer. In den vergangenen Jahren hat sich dieser …
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Best of: Politisches Framing (Elisabeth Wehling)

Nicht mehr in mein eBook  geschafft haben es folgende Ideen aus dem Buch Politisches Framing: Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht (bpb Schriftenreihe Band 10064) von Elisabeth Wehling: Neurowissenschaftliche Performativität: „Zur Erinnerung: Unser Gehirn erlernt Frames, indem es die Erfahrung macht, dass bestimmte Phänomene entweder in der natürlichen Welt miteinander korrelieren oder durch Kultur oder Sprache wiederholt miteinander in einen Zusammenhang gebracht werden… Das wiederholte simultane Auftreten beider Zustände führt dazu, dass diese sich in unserem Gehirn in einem Frame miteinander vernetzen.“ (S. 38-39) Die Black-Box der humanen Intelligenz: „Nur geschätzte 2 Prozent unseres Denkens sind bewusste Vorgänge“ (S. 43) Nichts …
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KIs und unsere Wörter

Der Süddeutschen Zeitung lag ein buntes Beiblatt bei: eine Anzeigensonderveröffentlichung von Google. Der Titel: Aufbruch – Künstliche Intelligenz – Was sie bedeutet und wie sie unser Leben verändert (06.10.18). Zu den Fragen „Wie machen wir KI gerecht?“ und „Können Algorithmen Vorurteile haben?“ (S. 30) antwortet Fernanda Viégas, Leiterin der Goolge-Initiative PAIR (People+ AI Research): „Digitale Voreingenommenheit entsteht üblicherweise durch Tendenzen im Datensatz, mit dem das Machine-Learning-System trainiert wird. Gibt es eine Unausgewogenheit in den Daten, wird sie sich auch in den Ergebnissen des Systems zeigen. Wenn etwa ein Datensatz mit Aussprachebeispielen auf männlichen Rednern basiert, wird ein Spracherkennungssystem, das auf diesen Daten …
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Wer Differenzierung sät, wird auch Diskriminierung ernten…

„Wer Differenzierung sät, wird auch Diskriminierung ernten, und wer eine Differenzierung setzt, wird hierarchisierte Ungleichheiten erzeugen.“ (Susanne Baer, Fußnote entfernt) Das schöne Zitat von Susanne Baer hat es nicht mehr in mein eBook geschafft. Doch es geistert viel in meinem Kopf herum und ich werde leider oft daran erinnert… Es ist aus dem Essay: Chancen und Risiken Positiver Maßnahmen: Grundprobleme des Antidiskriminierungsrechts und drei Orientierungen für die Zukunft (boell.de) Das Essay ist auch enthalten in dem PDF-Book Positive Maßnahmen – Von Antidiskriminierung zu Diversity; downloadbar via: Dossier Positive Maßnahmen – Von Antidiskriminierung zu Diversity | Heimatkunde – migrationspolitisches Portal (boell.de)
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Menschen zuerst

Der Post von Courtney Seiter Diversity: An Incomplete Guide to Inclusive Language for Startups and Tech hat es mir angetan. Besonders gut gefällt mir ihr erstes ‚language principle‘: „Put people first: Default to person-first constructions that put the person ahead of their characteristics, e.g., instead of “a blind man” or “a female engineer,” use “a man who is blind” or “a woman on our engineering team.” People-first language keeps the individual as the most essential element; there is more to each of us than our descriptors. Mention characteristics like gender, sexual orientation, religion, racial group or ability only when relevant to the discussion.“ In meinem …
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Arbeit 4.0 braucht eine Sprache 4.0

Trotz „weiblicher Experten“ und „weiblicher Gründer“ am Anfang; inspirierende Einsichten zum Thema New Work und Arbeit 4.0 und digitale Transformation im t3n Podcast: New Work: So funktioniert Führung heute (t3n.de) Inhalt matters eben auch .-) Wäre aber mit einer inklusiven und korrekten Sprache (4.0?) noch überzeugender.
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jung=technik-affin und älter=nicht technik-affin?

In einer Eröffnungsrede zu einer Veranstaltung (u.a. Thema: digitale Transformation) sagt die sprechende Person: Ich freue mich besonders über die vielen jungen Menschen, die anwesend sind. Dass personenbezogene Merkmal Alter über die Wörter ‚junge Menschen‘ anzusprechen, war nicht sehr diversitätssensibel und nicht inklusiv, denn es exkludierte anwesende Menschen aufgrund ihres Alters. Wenn ich den Test der negativen Differenzierung anwende, könnte das so klingen: Ich freue mich weniger über die älteren Menschen, die anwesend sind. Eine diversitätssensible und inklusive Ansprache, ohne Ausgrenzung und Devaluation mit Blick auf das Merkmal Alter, hätte sein können, z.B.: Ich freue mich besonders über die Vielfalt an Menschen, die anwesend sind. Welches …
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Inklusive Sprache für digitale Pionierinnen & Pioniere

Oft getwittert und wirklich eine tolle Anleitung hin zu einer inklusiven Sprache, hin zu inklusivem Denken und Handeln: An Incomplete Guide to Inclusive Language for Startups and Tech (open.buffer.com) Darin: Language is one of the most powerful tools we have as humans. It binds us. Instructs us. When used well, it creates a common understanding. And it’s essential for creating an environment where everyone feels welcome and included. Historically, language has left many out. Individuals and groups have been marginalized and discriminated against because of their culture, race and ethnicity, gender, sexual orientation, age, disability, socioeconomic status, appearance and more. We can do better. Inclusive …
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